Gardeja Memorial Republik Polen
Jüdisches Garnsee –
das Wunder vom Auftauchen einer versunkenen Welt
„Die Dürre von 2015 hat nicht nur die Bauern geplagt. Die negativen Folgen des Niederschlagsmangels sehen wir in der nahen Umgebung. Aber für Historiker sind jene negativen Folgen geradezu heilbringend. Auch im Ort Gardeja hat die Dürre Geheimnisse von vor Jahrzehnten enthüllt. In einem der wenigen großen Wasserbecken, die 1931 nicht trockengelegt wurden, ist vor den Augen der Angler ein interessanter Gegenstand wieder aufgetaucht. Anfangs hielten die Angler diesen Gegenstand für ein Denkmal. Erst nach dem Abwaschen des restlichen Seeschlamms stellte sich heraus, dass es sich um kein Denkmal handelte, sondern um eine Stele des jüdischen Friedhofs. Jene Stele war Teil eines Grabes, in dem Rosa Mamlock, geb. Itzig, begraben wurde. Sie kam am 25. Mai 1850 zur Welt und starb am 16. Oktober 1920.“